Case Study
ASKO
Norwegens führender Lebensmittelgroßhändler betreibt über 300 E-Lkw mit PANION by k2.mobility – mehr als 20 % der gesamten E-Lkw-Flotte Norwegens.
- Land
- Norwegen
- Branche
- Lebensmittel-Großhandel
- Standorte
- 19
- E-Lkw
- über 300

- 300+E-Lkw in der Flotte
- > 20 %der E-Lkw-Flotte Norwegens
- 18 GWhLadeenergie pro Jahr
- 345+gesteuerte Ladepunkte
Ausgangslage
ASKO ist Norwegens führender Lebensmittelgroßhändler und Teil der NorgesGruppen. Das Unternehmen betreibt rund 700 Lkw – über 300 davon elektrisch – und stellt damit mehr als 20 % der gesamten E-Lkw-Flotte Norwegens. Vor sechs Jahren waren es gerade einmal zehn E-Lkw.
„Bei Dieselfahrzeugen muss man nicht über Batteriekapazität, Ladezeiten oder die Verteilung der verfügbaren Leistung nachdenken. Uns war früh klar, dass genau das zur Herausforderung wird, je mehr E-Lkw dazukommen“, sagt Arne Bjone, Development & Project Manager Transport bei ASKO NORGE.
Die Herausforderung
Anfangs reichte die Ladeinfrastruktur, um alle Fahrzeuge gleichzeitig zu laden – doch ASKO rechnete früh mit Grenzen. „Wir wussten, dass wir langfristig deutlich mehr Fahrzeuge als Ladepunkte haben würden. Deshalb wollten wir die Lösung frühzeitig entwickeln. Solche Systeme brauchen Zeit, und wir wollten bereit sein, wenn der Bedarf entsteht.“
Die Lösung: PANION
Gemeinsam mit k2.mobility entwickelte ASKO PANION – eine Software zur Planung und Steuerung der Ladevorgänge. Aus einem Pilotprojekt wurde eine flottenweite Lösung über alle ASKO-Gesellschaften hinweg.
PANION analysiert in Echtzeit den Ladezustand jedes Fahrzeugs, die verfügbare Energie und den Betriebsstatus der Flotte. Daraus bestimmt das System, welche Fahrzeuge zuerst laden, wann der optimale Ladezeitpunkt ist und wie die verfügbare Netzkapazität über die Flotte verteilt wird.
Heute steuert PANION rund 300 E-Lkw verschiedener Hersteller an 19 Standorten – mit etwa 125 Ladern und über 345 Ladepunkten, integriert über mehrere Telematik- und Transport-Management-Systeme.
Betrieb, Kosten und Akzeptanz
Neben dem reibungslosen Betrieb optimiert PANION auch die Kosten: Durch bessere Ladeplanung und die Nutzung von Zeiten mit niedrigeren Strompreisen sinken die Energiekosten – ohne die Abfahrtsbereitschaft zu gefährden. Entscheidend dafür war die enge Zusammenarbeit mit den Menschen im Betrieb. „k2 hatte direkten Zugang zu den Fahrern, Disponenten und Planern, die den elektrischen Betrieb täglich erleben“, so Bjone.
„Die größte Herausforderung ist nicht die Technik, sondern das Umdenken“, sagt Tobias Zschech, Lead Program Manager bei k2.mobility. „Jahre an Erfahrung mit Dieselfahrzeugen weichen völlig neuen Fragen: Wann lade ich? Welches Fahrzeug fährt welche Tour? Wie plane ich mit Kilowattstunden statt mit Litern?“ Die Akzeptanz ist hoch: Disposition und Fahrer wollen nicht mehr zurück.
Skalierung und Ergebnisse
Aus sieben Standorten mit 84 E-Lkw und 150 Touren pro Tag wurden binnen eines Jahres 15 Standorte mit 170 E-Lkw und 300 Touren – heute sind es alle 19 ASKO-Standorte mit rund 300 E-Lkw. Seit 2026 wechselt der E-Flottenbetrieb vom Ein- in den Zweischichtbetrieb und verdoppelt so die Fahrzeugproduktivität. Die Flotte verbraucht rund 18 Millionen Kilowattstunden pro Jahr – so viel wie etwa 1.200 norwegische Haushalte (bei ø 15.000 kWh/Jahr, SSB 2026).
Ausblick
ASKO will innerhalb von drei bis vier Jahren vollständig klimaneutral fahren. „Viele diskutieren noch, ob elektrischer Schwerlastverkehr in der Praxis funktioniert. Wir haben uns entschieden, Lösungen zu finden und umzusetzen“, fasst Bjone zusammen. „Unsere Zusammenarbeit mit k2 und die Entwicklung von PANION zeigen, wie starke Partnerschaften Elektrifizierung real machen.“
„Das Großartige an PANION ist, dass das System die Komplexität für uns übernimmt. Wir haben unterschiedliche Batteriekapazitäten, Fahrzeugtypen und Ladestationen – und trotzdem muss jeder E-Lkw genau dann bereitstehen, wenn er gebraucht wird.“
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